“Selbstverzwergung”… – und die Konsequenzen
Unsere Hörgewohnheiten bringen es mit sich, dass beim Thema “Stilvolles Benehmen” eine to-do-Liste vor dem geistigen Auge erscheint: Das richtige Verhalten anderen Menschen gegenüber ist in der Regel der Mittelpunkt dieser Aufzählungen. Angemessenes Auftreten inklusive höflichen Verhaltens ist Kern der Etikette. Und dann gibt es auch noch “nicht urteilen” und “Respekt”, die irgendwie nicht im Repertoire eines zeitgeistlich “wasserfesten” Programmes fehlen sollten.
Wie aber behandeln wir uns selber? In unseren Gedanken, in den “Aussagen” über uns selbst und unseren Fähigkeiten? Mir ist aufgefallen, dass die Probleme des Alltages Botschaftscharakter haben. Sie funktionieren wie häßliche Infragestellungen meiner Person. Sie sind selten einfach “Situationen” – bergen sie doch oft in sich den Keim einer aggressiven Leugnung meiner Kompetenz. Und hier setzt unbemerkt schnell das ein, was in der Tat jede Kompetenz sabotieren kann: Gerate ich unter Druck, bewege ich mich zu leicht weg von meiner Souveränität. Und somit von dem, was meine persönliche Handschrift einer Problemlösung ausmacht. Und in der Regel bleibe ich dann hinter meinen Möglichkeiten zurück, verliere auch irgendwie den Spaß an der Gestaltung der weiteren Vorgänge. Es fühlt sich “schwer” an, leicht wird dann ein beträchtlicher Teil des Tages emotional “holprig”.
Sich selbst angemessen zu führen ist ein Schlüsselfaktor für erfolgreiches Handeln. Sich selbst angemessen zu führen bedeutet in erster Linie, die Gedanken über sich selbst zu kontrollieren. Die Sicht der eigenen Person nicht “unter die Räder” geraten zu lassen. Eine gute Möglichkeit ist, ein “Erfolgsjournal” zu führen. Notieren Sie darin Ihre Fortschritte, Ihre Erfolge. Tun Sie das am besten möglichst zeitnah, denn dann wird die Stimmung, in der Sie sich befanden reflektiert. Und dies kann sich wiederum befruchtend auf zukünftige Situationen auswirken. Oder telefonieren Sie mit einer Person, die Ihre persönliche Klasse kennt und Ihnen auch gerne widerspiegelt. So ein Telefonat motiviert und “reseted” innerhalb kürzester Zeit das positive Ich-Gefühl.
“Wie ich mich heute sehe, so werde ich in der Zukunft sein!” (Verfasser unbekannt)
Filed under: Allgemein, Authentizität, Image, Umgangsformen on Februar 15th, 2012 | No Comments »

